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 Was jetzt im Garten zu tun ist .....

  

 

 Ausbildung zum Fachberater/zur Fachberaterin

 

 

Harry Lavall, Gartenfachberater des Saarpfalz-Kreises zeigt den interessierten Seminarteilnehmern den Sommerschnitt und Sommerriss

              

 

 

Gärtnermeister Peter Hagen bei seinem Vortrag über populäre Gartenirrtümer in der Geschäftsstelle des Landesverbandes

  

 

Maren Brennig, Referentin der Landwirtschaftskammer für das Saarland, referierte über die Themen

 Bodenkunde, Düngung und Herstellung und Einsatz von Kompost

 

Albrecht Serf überreicht die Urkunden - hier mit Christel Dreyfus, Ralf Seidel und Karl-Heinz Jager (hinten)

 

 

Die Grundsäule des Kleingartenwesens und der Gemeinnützigkeit ist die Fachberatung

 

 Die Fachberatung ist deshalb eine unserer Hauptaufgaben, weil die Kleingärtner, anders als die  Hausgärtner  oder in Obst und Gartenbauvereinen zusammengeschlossene Gärtner, dem  Bundeskleingartengesetz und den  jeweiligen Gartenordnungen der Städte oder Vereine  unterworfen sind.

 

Die für die Fachberatung des Landesverbandes zuständige Umweltreferentin Adrienne Blaes  

steht unseren Mitgliedsvereinen gerne zur Verfügung.

 

Kontakt: adrienne.blaes@lsk-saarland.de

 

 

 Das Einmaleins des Gärtnerns  (aus "Der Fachberater")


Der richtige Standort (Standortgerechter Anbau)

Der Standort des Kleingartens bestimmt mit seinen Parametern Boden, Klima und Lage,

welches Obst und Gemüse dort gut gedeiht. Nicht jede Sorte ist für jeden Standort geeignet.

Klug handelt deshalb, wer nicht versucht, diese Parameter den Bedürfnissen der Wunschsorte

anzupassen, sondern solche Sorten auswählt, die örtlich gut gedeihen. Nur wenige Obstarten

eignen sich für alle Klimalagen. Äpfel können bei milden Wintertemperaturen bis auf Höhen

von 600 Meter angebaut werden. Pfirsiche und Aprikosen erreichen nur an warmen Standorten

(Weinbauklima) eine gute Fruchtqualität, außerdem leidet ihr Holz in strengen Wintern und

Kirschen benötigen niederschlagsarme Sommer.

 

Auch bei Gemüse gilt: Nicht jede Art gedeiht in jeder Region. Spargel liebt sandigen Boden, der

sich schnell erwärmt. Möhren wachsen auf schweren, nassen Böden verkrüppelt, man nennt

das „Beinigkeit“. Artischocken und Melonen werden nur in warmen Gebieten Deutschlands

zufriedenstellende Ernten bringen. Ein Blick in Nachbars Garten verrät in der Regel, was gut

gedeiht und was nicht. In jedem Kleingärtnerverein steht ein Fachberater mit Rat und Tat zur

Seite. Oft probiert er im Lehr- und Versuchsgarten aus, welche Arten und Sorten am Standort

gut wachsen und gibt seine Empfehlungen weiter.

 

Gesundes Saat- und Pflanzgut (Sortenwahl)

Frust durch krankes, ungenießbares Obst und Gemüse aufgrund falscher Sortenwahl nimmt

Anfängern oft die Lust am Gärtnern. Damit Krankheiten und Schädlingsbefall die Vorfreude

auf die Ernte nicht schmälern, gilt es bereits bei der Sortenwahl, die richtige Entscheidung zu

treffen. Dabei sollten nicht nur Geschmack und Aussehen, sondern vor allem das Verhalten

einer Sorte gegenüber Krankheits- und Schädlingsbefall beachtet werden. Widerstandsfähige

und robuste Sorten sind die erste Wahl.

Die meisten Obst- und Gemüsesorten aus dem Supermarkt sind für den Kleingarten völlig

ungeeignet, da sie intensiven Pfl anzenschutz benötigen. Für den Haus- und Kleingarten wurden

viele gegen Krankheiten und Schädlinge tolerante und resistente Obstsorten gezüchtet. Beispiele

sind bei Stachelbeere ‘Rokula’ (Mehltau), bei Pfl aume ‘Jojo’ (Sharkavirus), bei Himbeere

‘Rumiloba’ (Himbeerblattlaus) oder bei Apfel ‘Remo’, ‘Rewena’, ‘Rebella’ (alle gegen Schorf,

Mehltau, Feuerbrand).

Auch im Gemüsebau ist der Anbau toleranter und resistenter Sorten ein Schlüssel zum Erfolg.

Beispiele sind bei Blattsalat ‘Fiorella’ (Blattlaus), bei Tomate ‘Suso’ (Tomatenmosaikvirus, Verticillium,

Fusarium) oder bei Salatgurke ‘Akito’ (Falscher Mehltau).

 

Kulturen für Einsteiger

Den „Grünen Daumen“ kann man lernen. Sicherlich kann es anfangs den einen oder anderen

Rückschlag geben, aber in der Regel bringen schon die ersten Versuche einen sehenswerten

Ertrag. Die wichtigste Regel lautet: Nicht jede Pflanzenart ist für Einsteiger geeignet. Das gilt

nicht nur für Obst und Gemüse, sondern auch für Zierpflanzen wie Sommerblumen, Stauden,

Rosen oder Waldreben (Clematis). Arten und Sorten für Einsteiger müssen pflegeleicht, robust

und widerstandsfähig sein. Sie sollten sicher wachsen, blühen und fruchten.

 

 Pflegeleichte Gemüsearten sind Erbse, Möhre, Radieschen, Kürbis, Zucchini, Mangold, Pflücksalat,

Zwiebel oder Zuckermais. Spargel, Artischocke, Brunnenkresse oder Melone sind nichts

für Anfänger. Bei Beerenobst bringen vor allem Erdbeere, Brombeere, Stachel- und Johannisbeere

schnell und sicher Erträge. Bei Äpfeln, Kirschen und Pflaumen sollten widerstandsfähige Sorten

gepfl anzt werden. Pfi rsiche gehören nicht unbedingt in Anfängerhände und auch Kamelien,

Orchideen, exotische Lilien oder Nostalgie-Rosen sind eher etwas für Fortgeschrittene.

Noch ein Tipp: Lassen Sie sich nicht von den oft farbenfrohen Bildern der Kataloge verführen:

Es gibt weder schwarze Rosen noch weiße Studentenblumen oder blaue Dahlien. 

 

  

 

 

LSK-Saarland.de | wolfgang.kasper@lsk-saarland.de